22. August, Freitag
Marco, Alena & Alessio: Elfriede Jelinek
Die Klavierspielerin
Die Liebhaberinnen
25. August, Montag
Victoria & Natalie: Max Frisch
Don Juan
Homo faber
27. August, Mittwoch
Marina & Simona: Hermann Hesse
Der Steppenwolf
Narziß und Goldmund
1. September, Montag
Kai & Mike: Siegfried Lenz
Deutschstunde
Der Mann im Strom
3. September, Mittwoch
Laura, Céline, Anna: Neue Sachlichkeit (2)
Lion Feuchtwanger: Der falsche Nero
Ödön von Horvath: 36 Stunden
8. September, Montag
Severin & Johannes: Heinrich Mann
Der Untertan
zwei Erzählungen
10. September, Mittwoch
Selina & Adina: Christa Wolf
Der geteilte Himmel
Kassandra
15. September, Montag
Michael & Christian: Neue Sachlichkeit (1)
Kurt Tucholsky: Schloß Gripsholm
Erich Kästner: Fabian
15. Oktober (1. Woche nach den Herbstferien), Mittwoch
Nicole & Alessandra & Philipp: Christoph Hein
Der falsche Freund (Drachenblut)
In seiner frühen Kindheit ein Garten
17. Oktober (voraussichtlich):
David: xy (noch nicht festgelegt)
Hier ein paar nützliche Links:
Motive und Themen
Zusammenfassungen (1)
Zusammenfassungen (2)
Lexika etc.
Linksammlung
Dienstag, 17. Juni 2014
Dienstag, 27. Mai 2014
Gemälde aus der Zeit der Weimarer Republik: Otto Dix, zwischen Expressionismus und ›Neuer Sachlichkeit‹
Alle Kunst sei "Ekstase, Koitus", sagte Dix. Sie sei "amoralisch, antichristlich, alogisch, antipazifistisch, antithetisch".
Und weiter: "Allzu starke Gehirnlichkeit ist unkünstlerisch, letzten Endes ist doch jeder echte Künstler Medium! Wessen? Seiner selbst!" (Quelle)
Mädchen am Sonntag (1921)
nach seiner Abkehr vom Dadaismus
Otto Dix: Selbstportrait mit Akt (1923)
im Stil der ›Neue Sachlichkeit‹
Samstag, 24. Mai 2014
Handlung oder Tat?
Satz eines Schülers: Nicht meine Erlebnisse und Taten definieren mich …
Gegenvorschlag: Nicht meine Erlebnisse und Handlungen definieren mich …
Im Unterricht sagte ich, dass Tat im üblichen Wortgebrauch heroisch oder kriminell konnotiert ist. Die Begriffe Heldentat und Untat illustrieren das.
Die Verben ›tun‹ und ›handeln‹ sind semantisch (von der Bedeutung her) synonymisch zu verwenden, die Nomen sind es nicht.
Alles was eine Tat ist, ist auch eine Handlung, das Umgekehrte gilt nicht. Beispiele für Dinge, die wir täglich tun, die aber deshalb noch lange keine Taten sind:
Zähne putzen
jemandem eine Nachricht schicken
einen Stuhl verrücken
eine Tasche auspacken
Dass eine Tat mehr ist als eine bloße Handlung, zeigt auch der folgende etwas altbackene Pfadfinderspruch:
›Jeden Tag eine gute Tat.‹
Dieser Satz birgt eine moralische Aufforderung: Man soll etwas Besonderes, etwas Gutes tun, jemandem helfen. Hier steckt die Idee drin, dass das Handeln etwas besonderes bewirkt, etwas bewegt.
›Handlung‹ ist vergleichsweise neutraler, es ist näher am Verhalten als am Bewirken. Und man kann oft nicht anders, als irgendwie handeln, doch das macht die Sache noch zu keiner Tat.
Warum sich das Wort ›Tat‹ (engl. deed) für unser tägliches Handeln (engl. action < to act) aus semantischer Sicht zumeist nicht eignet, zeigen auch folgende Darstellungen:
Übersicht über typische Verknüpfungen auf der DUDEN-Seite:
Zitat von Matthias Claudius
Im Unterricht sagte ich, dass Tat im üblichen Wortgebrauch heroisch oder kriminell konnotiert ist. Die Begriffe Heldentat und Untat illustrieren das.
Die Verben ›tun‹ und ›handeln‹ sind semantisch (von der Bedeutung her) synonymisch zu verwenden, die Nomen sind es nicht.
Alles was eine Tat ist, ist auch eine Handlung, das Umgekehrte gilt nicht. Beispiele für Dinge, die wir täglich tun, die aber deshalb noch lange keine Taten sind:
Zähne putzen
jemandem eine Nachricht schicken
einen Stuhl verrücken
eine Tasche auspacken
Dass eine Tat mehr ist als eine bloße Handlung, zeigt auch der folgende etwas altbackene Pfadfinderspruch:
›Jeden Tag eine gute Tat.‹
Dieser Satz birgt eine moralische Aufforderung: Man soll etwas Besonderes, etwas Gutes tun, jemandem helfen. Hier steckt die Idee drin, dass das Handeln etwas besonderes bewirkt, etwas bewegt.
›Handlung‹ ist vergleichsweise neutraler, es ist näher am Verhalten als am Bewirken. Und man kann oft nicht anders, als irgendwie handeln, doch das macht die Sache noch zu keiner Tat.
Warum sich das Wort ›Tat‹ (engl. deed) für unser tägliches Handeln (engl. action < to act) aus semantischer Sicht zumeist nicht eignet, zeigen auch folgende Darstellungen:
Übersicht über typische Verknüpfungen auf der DUDEN-Seite:
Zitat von Matthias Claudius
Freitag, 23. Mai 2014
Stilkunde: Anschauungsunterricht
1a. Der Grund für die Entstehung von Snowboarden
lässt sich vielmehr auf die Suche nach dem Freiheitsgefühl sowie einer Möglichkeit
sich selber auszudrücken zurückschließen, als auf das Streben eine möglichst
große Drehungszahl mit einem Trick zu erhalten.
1b. Snowboarder sehnen sich nach Freiheit und
wollen sich ausdrücken, sie streben nicht nach möglichst schwierigen
Sprüngen.
2a. Der Juso-Che-Guevara kann durch Anhören des
Rebellen eine andere Bedeutung kennenlernen und entscheiden, ob er diese
applizieren will.
2b. Der Juso-Che-Guevara kann sich die Ansichten
des Rebellen anhören und sich dann entscheiden, ob er sie teilt oder
nicht.
3a. Diese Überlegungen nehmen ihren Lauf und es
werden Lügen selbstdarstellerischen Präsentationszweckens daraus.
3b. Man überlegt sich etwas dazu und es werden
Lügen daraus, die einzig der Selbstdarstellung dienen.
4a. Im Snowboard gibt es diesen Method,
den ich sogar kann. Er unterscheidet sich von anderen nicht nur in der
Perfektion, sondern auch in der Individualität, die Müller bei jedem Sprung
miteinbringt.
4b. Der Method ist so leicht zu springen,
den beherrsche sogar ich. Im Unterschied zu anderen Sprüngen geht es bei ihm
nicht um technische Perfektion, sondern um den individuellen Ausdruck. Und
den bringt Müller bei jedem seiner Sprünge ein. (Und das ist Müllers
Stärke.)
5a. Kopien von Styles sind einschränkende Mittel
der eigenen Freiheit und des Snowboarders.
Wer einen anderen Style kopiert, schränkt sich
selber ein.
6a. Das Rauchen ist nicht nur ein Laster. Es ist
auch ein Kontakt knüpfender Akt.
6b. Raucher lernen leichter
andere Leute kennen als Nichtraucher.
6c. Wer raucht, lernt andere
Leute kennen.
6d. Zu rauchen bedeutet,
andere Leute kennenzulernen.
6e. Raucher sind
anschlussfreudiger oder kommunikativer als Nichtraucher.
6f. Wenn man raucht, kommt
man schnell mit anderen Rauchern in Kontakt.
7a. Jeder Mensch hat seine eigene Vorstellung, was
jedes einzelne Wort ist, was genau es bedeutet und wie die Sache dahinter
aussieht.
7b. Was ein Wort genau bedeutet, ist für jeden
Menschen verschieden.
8a. McAdams erzählt, »die Lebensgeschichte
ändert sich ständig«.
8b. McAdams
sagt, »die Lebensgeschichte ändert sich ständig«.
8c. McAdams sagt, die Lebensgeschichte ändere sich
ständig.
8d. Laut MCAdams ändert sich die Lebensgeschichte
ständig.
Dienstag, 20. Mai 2014
McAdams (Aufsatzthema)
Thema 4: »Ich bin, was ich über
mich erzähle«
Erörterung
Der US-Psychologe Dan McAdams untersucht, was
Lebensgeschichten mit unserer Persönlichkeit zu tun haben. Indem wir
Geschichten über uns erzählen, erschaffen wir unsere Identität. Das
nachfolgende Interview ist am 13.1.2013 in der NZZ am Sonntag erschienen.
Wie
macht man das: einen Sinn in seinem Leben finden?
Dan McAdams: Wenn wir von unserem
Leben sprechen, erzählen wir Geschichten. Darin schildern wir, wie wir uns
unsere Zukunft vorstellen und wohin unser Leben gehen wird, erinnern uns aber
ebenso unserer Vergangenheit. Sobald wir erwachsen werden, fangen wir an, über
unser Leben so nachzudenken, als sei es eine Geschichte und wir deren Held.
Diese Geschichten haben die psychologische Funktion, dem Leben einen Sinn, eine
Bedeutung zu geben. Sie beschreiben, wer ich war, bin und sein werde. Ich
spreche hier von narrativer Identität.
Ist
meine Identität eine Geschichte?
Ich bin gewissermaßen, was ich über
mich erzähle, ja. Wie wir uns selbst sehen und verstehen, fassen wir in
Geschichten. In diesem Sinne buchstabieren die Geschichten unsere Identität
aus. Wir tragen unsere Lebensgeschichte in uns und beziehen uns auf sie, wenn
wir anderen von uns erzählen, unser Verhalten steuern oder wichtige Entscheidungen
treffen. (…) Die Lebensgeschichte ändert sich ständig. (…)
Was
bedeutet das?
Wie kann ich verstehen, dass ich
heute, vor fünf Jahren und übermorgen ein und dieselbe Person bin?
Trivialerweise kann man sagen, man habe denselben Namen oder denselben Körper.
Aber wie ist es gekommen, dass ich so und nicht anders geworden bin?
Geschichten bieten uns eine Erklärung an. Und sie helfen uns, Gegensätze in uns
selbst zu begreifen.
Gibt
es denn die eine Geschichte meines Lebens? Hängt nicht von meinem jeweiligen
Zuhörer ab, was ich erzähle?
Die Zuhörerschaft hat sogar eine
signifikante Auswirkung auf das, was jemand erzählt. (…) Die einzig wahre
Geschichte gibt es nicht, sondern eher eine Konstruktion, die in verschiedenen
Varianten daherkommt. Aber die wichtigen Themen tauchen immer auf.
Samstag, 17. Mai 2014
1871-1961: Ein kulturgeschichtlicher Überblick
Mittwoch, 8. Januar 2014
Thomas Mann: Der Tod in Venedig (1912)
Eine schöne Einführung aus einer gewissen Übersicht heraus finden Sie in dieser Rezension und ein bisschen ausführlicher ist diese Übersicht.
Eine kritische Nachlese aus dem Jahr 2012 aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) finden Sie hier.
Außerdem: ein kleiner Ausschnitt aus einer bekannten Verfilmung von Luchino Visconti (1971), in der die Musik Gustav Mahlers eingesetzt wurde, einem der historischen Vorbilder der Hauptfigur Gustav von Aschenbach (nebst Richard Wagner).
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